Kaminofen und Abluftanlage sicher aufeinander abstimmen
SICHERHEIT & VERBRENNUNGSLUFT

Dunstabzug oder Lüftung vorhanden?

Sicher zum Kaminofen – Lösungen für Abluft, Unterdruck und Verbrennungsluft.

Dunstabzugshauben, Lüftungsanlagen oder andere luftabsaugende Geräte können die Druckverhältnisse im Gebäude beeinflussen. Welche Lösung erforderlich ist, hängt von Feuerstätte, Betriebsweise und Anlage ab.

DIFFERENZDRUCKÜBERWACHUNG

LEDA LUC-2 Unterdruck-Controller

GEPRÜFTE FEUERSTÄTTEN

Geprüfte raumluftunabhängige Öfen

Für Gebäude mit Lüftungs- oder Abluftanlagen können geprüfte raumluftunabhängige Feuerstätten eine geeignete Lösung sein. Je nach Gerät und Prüfgrundlage erfolgt der Nachweis beispielsweise über eine bestehende DIBt-Zulassung oder nach den aktuellen europäischen Produktnormen.

Die Kennzeichnung ersetzt nicht die Prüfung der konkreten Einbausituation. Herstellerangaben und Zulassung der jeweiligen Feuerstätte sind zu beachten.

PRAXIS-ORIENTIERUNG

Ihre Situation – unsere Lösung

Finden Sie Ihre typische Situation und sehen Sie direkt, welche Lösung grundsätzlich infrage kommt.

Die Lösung

Der gleichzeitige Betrieb muss so abgesichert werden, dass kein gefährlicher Unterdruck entstehen kann.

So wird's gelöst

Fensterkontaktschalter Die Abluftfunktion wird nur freigegeben, wenn das überwachte Fenster das erforderliche Öffnungsmaß erreicht.

Alternativ: Differenzdrucküberwachung Ein für den Anwendungsfall zugelassenes Gerät überwacht die Druckverhältnisse und schaltet die relevante Abluft- oder Lüftungsanlage bei unzulässigem Zustand ab.

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Warum?

Eine raumluftabhängige Feuerstätte bezieht Verbrennungsluft aus dem Aufstellraum oder Raumluftverbund, während die Ablufthaube Luft nach außen fördert. Das kann die sichere Abgasabführung beeinflussen.

Technische Lösung

Der gleichzeitige Betrieb wird verhindert, die erforderliche Luftnachströmung über eine überwachte Fensteröffnung sichergestellt oder die Abluftanlage bei unzulässigem Differenzdruck abgeschaltet.

Technische Grundlage

Landesrechtliche Feuerungsverordnung, DIBt-Verwendbarkeitsnachweis der Positions- oder Differenzdrucküberwachung sowie Herstellerunterlagen.

Wichtiger Hinweis

Beim Positionssystem schaltet das Lüftungsgerät ab, wenn das festgelegte Spaltöffnungsmaß nicht eingehalten wird. Welche Lösung zulässig ist, richtet sich nach Feuerstätte, Abluftgerät, Nachweis und Einbausituation.

Die Lösung

Eine für den gemeinsamen Betrieb geeignete raumluftunabhängige Feuerstätte verwenden oder den sicheren Betrieb durch eine geeignete Überwachung sicherstellen.

So wird's gelöst

Variante A: RLU-geprüfte Feuerstätte Entsprechend ihres Prüf- oder Zulassungsnachweises mit dem vorgesehenen Verbrennungsluftsystem betreiben.

Variante B: Differenzdrucküberwachung Bei einer raumluftabhängigen Feuerstätte die Lüftungsanlage durch ein dafür zugelassenes System überwachen.

Raumluftunabhängig geprüfte Öfen ansehen
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Warum?

Zu- und Abluftströme können sich mit Betriebsstufe, Filterzustand und Anlagenzustand verändern. Deshalb muss der gemeinsame Betrieb als System betrachtet werden.

Technische Lösung

Eine RLU-geprüfte Feuerstätte kann geeignet sein, wenn ihr konkreter Nachweis die Anwendung abdeckt. Bei RLA-Feuerstätten kommt eine dafür zugelassene Differenzdrucküberwachung infrage.

Technische Grundlage

Landesrechtliche Feuerungsverordnung, konkrete Zulassung oder Prüfgrundlage sowie Herstellerunterlagen von Feuerstätte und Lüftungsanlage.

Wichtiger Hinweis

Es gilt kein pauschaler Druckgrenzwert für jede Kombination.

Die Lösung

Eine Feuerstätte verwenden, deren raumluftunabhängiger Betrieb für die vorgesehene Anwendung eindeutig nachgewiesen ist.

So wird's gelöst

  • Feuerstätte mit RLU-Nachweis auswählen
  • Verbrennungsluft nach Herstellervorgabe zuführen
  • vorgesehenes Luft-/Abgassystem einhalten
  • Prüfgrundlage des Modells beachten
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Warum?

Ein Außenluftanschluss allein weist keinen raumluftunabhängigen Betrieb nach. Entscheidend ist die dokumentierte Prüfung oder Zulassung der konkreten Feuerstätte.

Technische Lösung

Je nach Produkt kann der Nachweis über eine bestehende DIBt-Zulassung oder über DIN EN 16510 / Typ CA geführt werden, sofern dies für das Modell dokumentiert ist.

Technische Grundlage

Konkreter Prüfbericht oder Zulassungsnachweis, deklarierte Prüfgrundlage und Herstellerunterlagen des Ofens.

Wichtiger Hinweis

Der Nachweis des konkreten Ofens bestimmt die zulässigen Betriebsbedingungen; eine Prüfgrundlage wird nicht aus einem Außenluftstutzen abgeleitet.

Die Lösung

Eine eindeutig RLU-geprüfte Pelletfeuerstätte oder eine ausdrücklich für das konkrete Modell zugelassene Sicherheitseinrichtung verwenden.

So wird's gelöst

  • RLU-geprüften Pelletofen wählen
  • alternativ modellspezifisch zugelassene Überwachung einsetzen
Der LEDA LUC-2 ist nicht für Pelletöfen zugelassen.
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Warum?

Pelletfeuerstätten können raumluftabhängig oder raumluftunabhängig ausgeführt sein und dürfen nicht pauschal mit Scheitholzöfen gleichgesetzt werden.

Technische Lösung

Maßgeblich sind die konkrete Geräteprüfung und der zugelassene Anwendungsbereich einer möglichen Sicherheitseinrichtung.

Technische Grundlage

Hersteller-, Prüf- und Zulassungsunterlagen der konkreten Pelletfeuerstätte und der vorgesehenen Sicherheitseinrichtung.

Wichtiger Hinweis

Pellet bedeutet nicht automatisch RLU. Der LEDA LUC-2 ist für Pelletöfen ausdrücklich keine Lösung.

Die Lösung

Zuerst die Bauart bestimmen. Bei raumluftabhängigem Betrieb muss die Wechselwirkung mit der Abluftanlage technisch abgesichert werden.

So wird's gelöst

Gas Geräteart, Verbrennungsluftversorgung und Abluftbetrieb prüfen; DVGW-TRGI beachten.

Öl Geräteart, Verbrennungsluft, Abgasführung und Abluftbetrieb prüfen; einschlägige technische Regeln für Ölanlagen beachten.

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Warum?

Gas- und Ölfeuerstätten können unterschiedliche Gerätearten, Verbrennungsluftsysteme und Abgasführungen besitzen. Daher ist keine universelle Produktempfehlung möglich.

Technische Lösung

Je nach Geräteart reicht sie von raumluftunabhängiger Betriebsweise bis zu einer geeigneten Verriegelungs- oder Überwachungslösung.

Technische Grundlage

Bei Gas insbesondere DVGW-TRGI; bei Öl die einschlägigen technischen Regeln für Ölanlagen; zusätzlich die jeweilige Feuerungsverordnung und Herstellerunterlagen.

Wichtiger Hinweis

Fensterkontakt oder Differenzdrucküberwachung werden ohne Prüfung der konkreten Geräteart nicht pauschal empfohlen.

Die Lösung

Den gesamten Raumluftverbund und alle gleichzeitig möglichen Betriebszustände betrachten und die Sicherheitseinrichtung darauf abstimmen.

So wird's gelöst

  • raumluftabhängige Feuerstätten erfassen
  • Räume im Luftverbund bestimmen
  • gleichzeitig laufende Abluftgeräte und Lüftungsanlage erfassen
  • Abgasanlagen und gemeinsame Betriebszustände prüfen

Typischer Lösungsweg: zentrale Überwachung oder Verriegelung der relevanten Anlagen, abgestimmt auf die Gesamtsituation.

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Warum?

Bei lufttechnisch verbundenen Räumen und Anlagen kann eine Sicherheitseinrichtung nicht nur nach einem einzelnen Gerät beurteilt werden.

Technische Lösung

Aufstellräume, Raumluftverbund, Feuerstätten, gleichzeitig betriebene Abluftgeräte, Lüftungszustände und Abgasführung gemeinsam erfassen und absichern.

Technische Grundlage

Landesrechtliche Feuerungsverordnung, Nachweise der eingesetzten Sicherheitseinrichtungen sowie Hersteller- und Prüfunterlagen aller beteiligten Anlagen.

Wichtiger Hinweis

Die Gesamtsituation ist maßgeblich; daraus folgt keine pauschale Freigabe eines Einzelprodukts.

WISSEN KOMPAKT

Wichtige Informationen

Wann ist eine Sicherheitseinrichtung nötig?Das hängt von Feuerstätte, Abluftanlage und Betriebsweise ab.Mehr anzeigen

Für eine belastbare Beurteilung sind die konkrete Feuerstätte, Geräteunterlagen und die vorhandene Lüftungs- oder Abluftanlage zu berücksichtigen.

Abluft oder Umluft – wo liegt der Unterschied?Entscheidend ist, ob Luft aus dem Gebäude nach außen abgeführt wird oder lediglich innerhalb des Raumes umgewälzt wird.Mehr anzeigen

Bei einer Abluft-Dunstabzugshaube wird Luft aus dem Gebäude nach außen gefördert. Dadurch kann im Gebäude Unterdruck entstehen.

Dieser Unterdruck kann problematisch werden, wenn gleichzeitig eine raumluftabhängige Feuerstätte betrieben wird.

Typische Abluftgeräte sind zum Beispiel:

  • Abluft-Dunstabzugshauben
  • Abluftventilatoren
  • Badlüfter
  • Abluft-Wäschetrockner
  • bestimmte Lüftungsanlagen

Bei einer Umluft-Dunstabzugshaube wird die angesaugte Luft dagegen über Filter gereinigt und wieder in den Raum zurückgeführt.

Dadurch entsteht durch die Haube selbst in der Regel kein vergleichbarer Luftabtransport nach außen.

Wichtig: Auch wenn die Dunstabzugshaube im Umluftbetrieb arbeitet, können gleichzeitig andere luftabsaugende Anlagen im Gebäude vorhanden sein. Deshalb ist immer die gesamte Lüftungs- und Abluftsituation zu betrachten.

Raumluftabhängig oder raumluftunabhängig?Entscheidend ist nicht nur der Brennstoff, sondern vor allem, woher die Feuerstätte ihre Verbrennungsluft erhält und für welche Betriebsweise sie geprüft ist.Mehr anzeigen

Raumluftabhängige Feuerstätten entnehmen ihre Verbrennungsluft ganz oder teilweise aus dem Aufstellraum oder aus dem Luftverbund des Gebäudes. Raumluftabsaugende Anlagen wie Dunstabzugshauben, Lüftungsanlagen oder Abluftgeräte können dann die Druckverhältnisse beeinflussen.

Bei raumluftunabhängigen Feuerstätten wird die erforderliche Verbrennungsluft über eine entsprechend dichte Leitung direkt von außen oder über ein dafür vorgesehenes Luft-Abgas-System zugeführt. Zusätzlich muss die Feuerstätte für diese Betriebsweise geeignet beziehungsweise geprüft sein.

Wichtig: Ein vorhandener Anschluss für externe Verbrennungsluft bedeutet nicht automatisch, dass die Feuerstätte als raumluftunabhängig betrieben werden darf.

Entscheidend sind:

  • Bauart der Feuerstätte
  • Herstellerunterlagen
  • Zulassung, Bauartgenehmigung beziehungsweise Prüfunterlagen
  • Ausführung der Verbrennungsluftleitung
  • konkrete Lüftungs- und Abluftsituation im Gebäude

Bei unklarer Betriebsweise sollte die Feuerstätte nicht allein anhand eines vorhandenen Außenluftstutzens als „raumluftunabhängig“ eingeordnet werden.

Außenluftanschluss = raumluftunabhängig?Nein, ein Anschluss allein ist kein RLU-Nachweis.Mehr anzeigen

Für eine belastbare Beurteilung sind die konkrete Feuerstätte, Geräteunterlagen und die vorhandene Lüftungs- oder Abluftanlage zu berücksichtigen.

Fensterkontaktschalter oder Differenzdruckwächter?Beide Systeme können der Sicherheit dienen, arbeiten aber nach unterschiedlichen Prinzipien und sind nicht pauschal austauschbar.Mehr anzeigen

Ein Fensterkontakt- beziehungsweise Positionsüberwachungssystem überwacht, ob ein bestimmtes Fenster ausreichend geöffnet ist. Wird das vorgesehene Öffnungs- oder Spaltmaß nicht eingehalten, darf das angeschlossene Abluftgerät nicht betrieben werden beziehungsweise wird abgeschaltet.

Fenster ausreichend geöffnet→ Abluftgerät kann freigegeben werden.Fenster geschlossen oder Öffnungsmaß nicht ausreichend→ Abluftgerät wird gesperrt.

Eine Differenzdrucküberwachung arbeitet anders. Sie misst die tatsächlichen Druckverhältnisse, zum Beispiel zwischen Aufstellraum und Außenluft oder – je nach zugelassenem System – zwischen Aufstellraum und Abgasweg.

Wird der für das jeweilige System festgelegte Grenzwert überschritten, wird das relevante Lüftungs- oder Abluftgerät abgeschaltet.

zulässiger Differenzdruck→ Betrieb möglich.unzulässiger Differenzdruck→ Lüftungs- oder Abluftgerät wird abgeschaltet.

Welche Lösung geeignet ist, hängt unter anderem ab von:

  • Art der Feuerstätte
  • Betriebsweise der Feuerstätte
  • Art der Abluft- oder Lüftungsanlage
  • Gebäude- und Aufstellsituation
  • Zulassungsbereich der Sicherheitseinrichtung
  • Herstelleranforderungen

Wichtig: Nicht jeder Fensterkontaktschalter und nicht jeder Differenzdruckwächter ist automatisch für jede Anlage geeignet. Die konkrete Zulassung beziehungsweise Bauartgenehmigung ist zu beachten.

Welche Rolle spielen 4 Pa, 8 Pa oder andere Grenzwerte?Unterdruck-Grenzwerte dürfen nicht pauschal auf alle Feuerstätten oder Lüftungssituationen übertragen werden.Mehr anzeigen

Bei Feuerstätten und Sicherheitseinrichtungen werden häufig Druckwerte in Pascal genannt. Diese Werte beschreiben, welcher Differenzdruck unter den jeweiligen Prüf- und Betriebsbedingungen zulässig ist.

Wichtig ist: Es gibt keinen einzigen pauschalen Grenzwert, der für jede Feuerstätte und jede Anlage gleichermaßen gilt.

Je nach folgenden Faktoren können unterschiedliche Grenzwerte und Bedingungen gelten:

  • Feuerstättenart
  • raumluftabhängige oder raumluftunabhängige Betriebsweise
  • Geräteprüfung oder Zulassung
  • Sicherheitseinrichtung
  • Herstelleranforderung
  • Ausführung der Abgasanlage
  • Lüftungs- beziehungsweise Abluftanlage

Daher darf zum Beispiel die Aussage „Bis 4 Pa ist immer alles in Ordnung“ nicht pauschal verwendet werden.

Ebenso bedeutet ein in einer Zulassung genannter höherer Wert nicht automatisch, dass dieser auf andere Feuerstätten übertragen werden darf. Der zulässige Wert muss immer aus den Unterlagen der konkret verwendeten Feuerstätte beziehungsweise Sicherheitseinrichtung abgeleitet werden.

Was gilt bei Scheitholz?Bei Scheitholzöfen ist vor allem entscheidend, ob die Feuerstätte raumluftabhängig oder für einen raumluftunabhängigen Betrieb geprüft ist.Mehr anzeigen

Viele klassische Kaminöfen für Scheitholz arbeiten raumluftabhängig. Sie benötigen Verbrennungsluft aus dem Aufstellraum beziehungsweise aus dem Luftverbund des Gebäudes.

Werden gleichzeitig raumluftabsaugende Anlagen betrieben, darf die Betriebssicherheit der Feuerstätte dadurch nicht beeinträchtigt werden. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Abluft-Dunstabzugshaube
  • zentrale oder dezentrale Abluftanlage
  • Abluftventilator
  • Abluft-Wäschetrockner

Je nach konkreter Situation können unterschiedliche Sicherheitslösungen infrage kommen:

  • gegenseitige Verriegelung
  • Fenster- oder Positionsüberwachung
  • Differenzdrucküberwachung
  • anlagentechnische Lösung zur Vermeidung gefährlichen Unterdrucks

Wichtig: Ein Anschluss für externe Verbrennungsluft macht einen Scheitholzofen nicht automatisch zu einer raumluftunabhängigen Feuerstätte.

Maßgebend sind die Herstellerunterlagen und die für das konkrete Modell vorgesehene Betriebsweise.

Was gilt bei Pelletöfen?Pelletöfen können raumluftabhängig oder raumluftunabhängig ausgeführt sein – beides kommt vor.Mehr anzeigen

Bei Pelletöfen darf nicht pauschal davon ausgegangen werden, dass sie wegen ihrer geschlossenen Bauweise automatisch raumluftunabhängig betrieben werden können.

Es gibt:

  • raumluftabhängige Pelletöfen
  • für raumluftunabhängigen Betrieb geprüfte Pelletöfen
  • Modelle mit externer Verbrennungsluftzuführung, ohne dass daraus automatisch jede RLU-Eignung folgt

Für raumluftabhängige Pelletöfen gilt grundsätzlich ebenfalls: Raumluftabsaugende Anlagen dürfen die Betriebssicherheit nicht beeinträchtigen.

Bei geprüften raumluftunabhängigen Pelletöfen können besondere technische Randbedingungen gelten. Diese können sich unter anderem beziehen auf:

  • zulässigen Unterdruck
  • Dichtheit der Feuerstätte
  • Ausführung der Verbrennungsluftleitung
  • zulässige Leitungslängen und Druckverluste
  • Kombination mit Lüftungsanlagen
  • konkrete Hersteller- und Zulassungsbedingungen

Wichtig: Grenzwerte aus der Zulassung eines Pelletmodells dürfen nicht auf andere Pelletöfen oder andere Feuerstätten übertragen werden. Deshalb ist immer das konkrete Modell zu prüfen.

Was gilt bei Gasfeuerstätten?Bei Gasfeuerstätten gelten neben dem Bauordnungsrecht zusätzliche technische Anforderungen der DVGW-TRGI.Mehr anzeigen

Gasfeuerstätten müssen differenziert betrachtet werden. Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen:

  • raumluftabhängigen Gasgeräten
  • raumluftunabhängigen Gasgeräten
  • unterschiedlichen Gasgerätearten und Abgasführungen

Raumluftabhängige Gasgeräte entnehmen die Verbrennungsluft aus dem Aufstellraum oder einem vorgesehenen Verbrennungsluftverbund.

Wird nachträglich eine luftabsaugende Anlage eingebaut, muss geprüft werden, ob die Verbrennungsluftversorgung und der sichere Abgasabzug weiterhin gewährleistet sind. Das betrifft zum Beispiel Abluft-Dunstabzugshauben, Badlüfter, Abluft-Klimageräte und sonstige Abluftanlagen.

Für Gasinstallationen ist zusätzlich die DVGW-TRGI zu beachten. Sie enthält unter anderem Anforderungen an:

  • Aufstellung von Gasgeräten
  • Verbrennungsluftversorgung
  • Gasgerätearten
  • Abgasführung
  • Verbrennungsluftverbund
  • technische Schutzmaßnahmen

Bei bestimmten Gasgerätearten enthält auch die Feuerungsverordnung zusätzliche Anforderungen. Deshalb darf ein Gasgerät nicht einfach nach denselben Regeln wie ein Kaminofen für Scheitholz beurteilt werden.

Auch neue dichtere Fenster, verschlossene Lüftungsöffnungen, Umbauten am Verbrennungsluftverbund oder neue Abluftgeräte können die ursprüngliche Aufstellsituation verändern.

Was gilt bei Ölfeuerstätten?Auch bei Ölfeuerstätten ist entscheidend, wie Verbrennungsluft und Abgasführung ausgeführt sind.Mehr anzeigen

Ölfeuerstätten können je nach Bauart unterschiedlich mit Verbrennungsluft versorgt werden.

Deshalb muss zunächst geklärt werden:

  • Arbeitet die Feuerstätte raumluftabhängig?
  • Erfolgt die Verbrennungsluftzufuhr direkt von außen?
  • Welche Abgasführung ist vorhanden?
  • Welche Herstelleranforderungen gelten?

Bei raumluftabhängigen Ölfeuerstätten gilt ebenfalls, dass raumluftabsaugende Anlagen den sicheren Betrieb nicht beeinträchtigen dürfen.

Zusätzlich sind die für Ölanlagen geltenden technischen Regeln zu berücksichtigen. Eine zentrale Grundlage ist die TRÖl „Technische Regeln Ölanlagen“. Sie behandelt unter anderem:

  • Planung und Installation von Ölanlagen
  • Klassifizierung von Ölgeräten
  • Verbrennungsluftzuführung
  • Abgasführung
  • Aufstellung und sicherheitstechnische Anforderungen

Bei modernen Ölgeräten mit außenluftgeführter Verbrennungsluft kann die Situation anders zu beurteilen sein als bei älteren raumluftabhängigen Anlagen.

Auch hier gilt: Nicht allein vom Brennstoff auf die Betriebsweise schließen.

Was gilt bei mehreren Feuerstätten?Bei mehreren Feuerstätten muss die Gesamtsituation betrachtet werden, nicht nur ein einzelnes Gerät.Mehr anzeigen

Wenn mehrere Feuerstätten innerhalb eines Gebäudes oder einer Nutzungseinheit vorhanden sind, können sich die Anforderungen an Verbrennungsluftversorgung, Luftverbund und Abgasführung verändern.

Mögliche Konstellationen sind zum Beispiel:

  • Scheitholzofen und Gasfeuerstätte
  • Scheitholzofen und Ölfeuerstätte
  • Pelletofen und Gasfeuerstätte
  • mehrere raumluftabhängige Feuerstätten
  • mehrere Feuerstätten zusammen mit einer Lüftungsanlage
  • mehrere Feuerstätten zusammen mit einer Abluft-Dunstabzugshaube

Wichtig ist unter anderem:

  • welche Feuerstätten gleichzeitig betrieben werden können
  • welche Feuerstätten raumluftabhängig arbeiten
  • wie die Verbrennungsluftversorgung erfolgt
  • ob ein gemeinsamer Luftverbund besteht
  • welche Abgasanlagen vorhanden sind
  • welche Herstelleranforderungen gelten
  • ob zusätzliche Sicherheitseinrichtungen erforderlich sind

Eine Sicherheitslösung, die für eine einzelne Feuerstätte geeignet ist, muss nicht automatisch für die gesamte Anlagenkombination ausreichend sein.

Besonders bei mehreren Feuerstätten darf deshalb keine pauschale Freigabe anhand nur eines Gerätes erfolgen.

Was gilt bei zentralen Lüftungsanlagen?Bei zentralen Lüftungsanlagen müssen Feuerstätte und Lüftungssystem aufeinander abgestimmt sein.Mehr anzeigen

Zentrale Lüftungsanlagen können die Druckverhältnisse im gesamten Gebäude beeinflussen.

Dabei muss unterschieden werden zwischen:

  • reinen Abluftsystemen
  • Zu- und Abluftanlagen
  • Anlagen mit Wärmerückgewinnung
  • unterschiedlichen Betriebs- und Störzuständen

Bei einer Feuerstätte ist deshalb nicht nur der normale Betrieb der Lüftungsanlage zu betrachten. Je nach Anlage können auch Anfahrzustände, Filterverschmutzung, Störungen, unterschiedliche Ventilatorstufen, Wartungszustand und Druckverhältnisse zwischen einzelnen Räumen relevant sein.

Bei raumluftabhängigen Feuerstätten muss sichergestellt sein, dass die Lüftungsanlage den sicheren Betrieb nicht beeinträchtigt.

Mögliche Lösungen können je nach Anlage sein:

  • geprüfte raumluftunabhängige Feuerstätte
  • geeignete Differenzdrucküberwachung
  • abgestimmte Sicherheitseinrichtung
  • anlagentechnische Verriegelung
  • abgestimmte Verbrennungsluftversorgung

Wichtig: Nicht jede zentrale Lüftungsanlage und nicht jede Feuerstätte kann nach demselben Schema bewertet werden.

Zusätzlich sind die Vorgaben des Lüftungsanlagenherstellers und der Feuerstätte zu berücksichtigen.

AUF DER SICHEREN SEITE

Relevante Vorschriften und Grundlagen

Feuerungsverordnung

Landesspezifische Anforderungen

Herstellerangaben

Vorgaben der konkreten Feuerstätte

DIBt / geprüfte Sicherheit

Zulassungen und Bauartgenehmigungen

TRGI / TRÖl

Technische Regeln für Gas- und Ölanlagen

Komplexe Anlagenkombinationen müssen anhand der konkreten Geräte- und Anlagendaten beurteilt werden.

Für eine technische Prüfung werden Hersteller, Modell, Feuerstättenart sowie Angaben zur Lüftungs- oder Abluftanlage benötigt.

HÄUFIGE FRAGEN

Dunstabzug, Lüftung und Feuerstätte